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Freizeitnavigation mit dem Magellan Crossover GPS

Home > Navigation > Magellan Crossover GPS > Review Teil 3: Freizeitnavigation mit dem Magellan Crossover GPS

Seite aktualisiert am 02.01.2009.

Freitag, 03.08.2007
Review Teil 3:
Freizeitnavigation mit dem Magellan Crossover GPS

  

Überblick

Besonderheit des Crossovers

Das Besondere beim Magellan Crossover GPS ist seine Einsatzfähigkeit sowohl bei der Fahrzeugnavigation auf der Straße wie auch bei der Outdoornavigation in freiem Gelände. Die Outdoornavigation, die sich beim Crossover in die beiden Bereiche See- und Freizeitnavigation unterteilt,  stellt die Besonderheit beim Crossover GPS dar. Es ist das erste Gerät, das Fahrzeug- und Outdoornavigation in einem Gerät vereint.

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Outdoornavigation mit dem Palm

Bisher bewerkstelligte ich die Outdoornavigation mit Hilfe meiner Palm-Handhelds, auf denen PathAway 3 bzw. 4 für Palm OS installiert ist. Mittels eines Bluetooth-GPS-Empfängers wird die aktuelle GPS-Position auf dem Display des Palm angezeigt. Beim Kartenmaterial handelt es sich meistens um die Topokarten der Landesvermessungsämter. Diese werden von der CD/DVD am PC zunächst in die PC-GPS-Software Touratech QV 3 bzw. 4 importiert. In TTQV kann man dann einzelne Ausschnitte erstellen, diese in das Palm PathAway-Format exportieren und auf den Palm überspielen. PathAway ist auch in der Lage den Track aufzuzeichnen. Diesen wiederum kann man per HotSync auf den PC übertragen und in Touratech QV einlesen, um den Track am PC-Bildschirm zu betrachten und zu bearbeiten.

Der Nachteil dieser Kombination ist, dass man unterwegs mehrere Geräte (mind. Palm + GPS-Maus) mit sich herum tragen und auch. ordentlich befestigen muss. Bei beiden Geräten muss man die Akkustände im Auge behalten. Mein TX hielt meist ca. 5-6 Stunden durch, mein Treo 680 ca. 3 Stunden. Die GPS-Mäuse halten mit 9-12 Stunden länger. Habe ich vergessen, auf den Akkustand zu achten und der Akku ging unbemerkt zur Neige, schaltete sich der Palm automatisch ab. Dabei ging der bis dahin aufgezeichnete Track verloren. Leider gab es während der Aufzeichnung, zwar selten, aber doch hin und wieder, einen Absturz mit anschließendem Softreset. Auch dabei ging der Track verloren. Ich musste also beim Wandern und Radfahren ständig ein Auge auf mein Equipment werfen. Das bedeutet ein gewisses Maß an Stress, den man sich bei so einer Freizeitaktion eigentlich nicht machen möchte.

Außerdem muss man bei regnerischem Wetter die Geräte vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen. Ich hatte deshalb in der Regel entweder ein (sperriges) Armorcase und/oder AquaPacs für den Palm und die GPS-Maus dabei. Dieses Zubehör schützte zwar mein Equipment einerseits, erschwerte aber andererseits auch wieder die Bedienung. In begrenztem Maße kann man zwar sowohl beim Armorcase als auch bei den AquaPacs mit dem Stylus von außen durch die Plastikfolie den Bildschirm des Palm bedienen, aber besonders komfortabel ist das nicht. Meist musste ich das Gerät dann doch aus seiner Verpackung holen. Für die Mitwanderer und Mitfahrer war dies nie besonders erfreulich, weil sie immer mal wieder auf mich warten mussten, bis ich mit meinem Gefummel fertig war.


Treo 650 und Holux 236 verpackt in AquaPacs

Ein weiterer nicht sehr erfreulicher Aspekt sind die Displays der Palms. Sie sind zwar im Indoor-Bereich äußerst brillant und von hervorragender Qualität, aber im Outdoor-Bereich nur bedingt ablesbar. Wenn die Sonne direkt senkrecht auf das Display scheint, kann man noch einigermaßen was erkennen, aber bei diesigem Wetter ist der Bildschirm meist nur dunkel bis schwarz und man kann kaum ein Detail erkennen. Ich habe mir oft dadurch beholfen, dass ich mir eine Jacke oder ein Handtuch über den Kopf gestülpt habe und darunter meinen Palm-Bildschirm angeschaut habe. Aber wie mag das wohl für die Umstehenden ausgesehen haben? Man macht sich ja lächerlich.

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Schluss mit dem ganzen Geraffel drumherum!

Der Crossi macht nun Schluss mit dem ganzen Geraffel drumherum!

Er ist nach IPX4-Norm spritzwassergeschützt. Magellanfreunde aus dem magellanboard.de haben ihn aber schon härteren Proben unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass er auch schon Schlagregen, Dauerregen und Hagel bei längeren Motorradtouren und sogar ein längeres Ausharren unter der Dusche unbeschadet überstanden hat.

Bei Fahrradtouren stecke ich das Crossi einfach auf den Fahrradhalter und los geht's!

Zum Lieferumfang gehört eine Gummimanschette, die die Gehäuseschlitze drumherum vor Wassereintritt schützt. Das Crossi benötigt keine zusätzlichen Schutzverpackungen. Das ist schon mal sehr entlastend! Manche Nutzer meinen, es müsste unbedingt IPX7 sein, aber der Crossi beweist, dass auch IPX4 völlig ausreichend ist.


Crossi mit Fahrradhalter am Fahrradlenker befestigt.

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Display

Das Display des Crossi ist zwar auch nicht 100%ig outdoortauglich, aber es ist auf jeden Fall deutlich besser ablesbar als ein Palm-Bildschirm. Und man benötigt keinen Stylus, sondern kann den Touchscreen mit den Fingern bedienen. Motorradfahrer haben es mit ihren Handschuhen natürlich etwas schwerer. Es soll aber gehen. Es kursieren auch schon Tipps, wie man trotz Handschuhe die Bedienbarkeit steigern kann. So wird beispielsweise empfohlen, auf die Fingerspitze des Handschuhs die eine Hälfte eines Druckknopfes aufzukleben. Das soll angeblich einwandfrei funktionieren.

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Akku

Der Akku des Crossovers hält ziemlich genau 8 Stunden durch. Man kann den Akku noch dadurch schonen, dass man die Displaybeleuchtung auf Sparmodus (22%) einstellt. Leider hat der Crossi keinen Wechselakku. Ich nehme deswegen immer noch das relative kleine und leichte Netzteil des Crossovers mit, denn irgendwo in der Herberge oder in einer Gaststätte gibt es in den Breitengraden, in denen ich meine Touren durchführe immer Strom. Der Vorteil ist, dass ich nur 1 Netzteil mitnehmen muss und nicht mehr mehrere. Bei 1-Tages-Touren nehme ich natürlich nur das Crossi mit. Das hat er bis jetzt immer durchgehalten. Vorher mache ich selbst schlapp.

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Topografisches Kartenmaterial

Der Hauptvorteil der Outdoornavigation sehe ich darin, dass ich meine momentane Position auf dem Bildschirm angezeigt bekomme. Das noch kombiniert mit einer mehr oder weniger detaillierten Landkarte lässt mich auch erkennen, wie ich mich in unbekanntem Gelände vorwärts bewegen muss. Das Treffen von Entscheidungen bei Abzweigungen ist damit sehr einfach.

Magellan MapSend Topo 3D Karten und
Magellan MapSend BlueNav XL3 Seekarten

Beim Crossi wird eine Europa-Basiskarte mitgeliefert, die hauptsächlich die Hauptstraßen enthält. Zusätzlich gibt es, vor allem für die Fahrzeugnavigation, noch wahlweise die Detailkarten für D-A-CH und EUROPA. Diese enthalten auch kleinere Straßen und Nebenstraßen. Das Kartenmaterial stammt von Navteq.

Im Prinzip würden die mitgelieferten Detailkarten schon für eine Outdoornavigation ausreichen. Wer aber auch noch den kleinsten Feldweg, das winzigste Bächlein und vor allem Fußwege sehen möchte, der sollte sich zur Anschaffung einer MapSend Topo 3D-Karte (auf CD und/oder SD-Karte) oder einer MapSend BlueNav Seekarte (auf SD-Karte) (siehe taxnav.de) entschließen. Die Details sind wirklich beeindruckend. Überspitzt könnte man sagen: "Man sieht jeden Misthaufen!". In meinem Crossi-Bundle war die Topo 3D Germany bereits enthalten.

Hier mal ein Vergleich an zwei Beispielen, Stadtrandgebiet (Pforzheim Westen) und freies Gelände (Derdinger Horn bei Großvillars/Oberderdingen). Links sieht man die GPS-Position in der D-A-CH Detailkarte und rechts die gleiche Position in der Topo 3D Germany.

D-.A-CH Detailkarte, Stadtrandgebiet

Topo 3D Germany, Stadtrandgebiet
Die blaue Linie zeigt einen kleinen Bach, der die meiste Zeit des Jahres ausgetrocknet ist. Die dünne rote Linie zeigt einen Fußgänger- und Fahrradweg. Die dünnen grauen Linien, die die dicke rote Linie (Kreisstraße) überqueren, sind kleine Fußgänger-Trampelpfade. Außerdem sind topografische Höhenlinien zu erkennen.

D-.A-CH Detailkarte, freies Gelände

Topo 3D Germany freies Gelände
Einige der Straßen entpuppen sich als Fußgänger-/Radfahrerwege und dürfen teilweise nicht mit dem Auto, sondern nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden. Nur die dicken grauen Linien sind kleinere Straßen, die auch von Autos offiziell befahren werden dürfen.

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MapSend zum Aufbereiten der Topo-Karten für das Crossi

Mit den Topo-Karten-CDs wird die PC-Software MapSend mitgeliefert. Damit kann man einzelne Kartenausschnitte, sog. Regionen, auswählen und in ein Format exportieren, die das Crossover importieren kann. Wie das funktioniert habe ich in meiner Anleitung "MapSend: Topo 3-D Kartenausschnitte auf Crossover übertragen" beschrieben.


Programmfenster von MapSend

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MapSend Lite für alles Weitere

Leider ist das Exportieren der Kartenregionen im Prinzip auch das Einzigste, wofür die Software MapSend im Zusammenspiel mit dem Crossover etwas taugt. Die anderen Funktionen sind nur für die eXplorist-, Meridian und SporTrak-Modelle geeignet. Um dennoch Routen, Tracks und Wegpunkte im- und exportieren zu können, benötigt man die (kostenlose) Software MapSend Lite, die man sich von der Magellan-Website downloaden kann. Es handelt sich zwar noch um eine Beta-Version (Stand 03.08.07), aber sie funktioniert einwandfrei und ohne Probleme.

Die wichtigsten Schritte für das Handling mit Routen und Tracks habe ich in meinen MapSend Lite-Anleitungen beschrieben.


Programmfenster von MapSend Lite

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Touratech QV

Für mich ist das Maß aller Dinge im GPS-Bereich aber immer noch die PC-GPS-Software Touratech QV. Ich benutze diese derzeit in der Version 4 in der Ausgabe Standard. Was den Funktionsumfang und die komfortable Bedienung angeht, können die Programme MapSend und MapSend Lite natürlich nicht mithalten. Deshalb arbeite ich nach wie vor am PC immer noch am liebsten mit TTQV. Um so mehr freue ich mich, dass das Zusammenspiel zwischen dem Crossover und TTQV sehr gut funktioniert. Für manche Funktionen benötigt man zwar noch MapSend Lite als Zwischenstufe, aber das meiste lässt sich direkt von TTQV für das Crossover exportieren bzw. vom Crossover direkt in TTQV importieren.

Die (für mich) wichtigsten Techniken habe ich in meinen TTQV-Anleitungen beschrieben.


Programmfenster von Touratech QV 4

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Spezifikationen

Es gibt zwei Begrenzungen beim Crossover:

  1. Routen, die man auf das Crossover übertragen möchte, können aus maximal 50 Wegpunkten bestehen. Ist eine Route länger, muss man sie in mehrere kleinere Routen unterteilen.

  2. Tracks, die man importieren möchte, dürfen maximal 2000 Wegpunkte enthalten. Auch hier ist eine Aufteilung auf mehrere Tracks notwendig, falls diese Anzahl überschritten werden soll.

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Und was macht man denn so mit der Outdoornavigation?

  • Die aktuelle Position per GPS auf der Landkarte anzeigen lassen.

  • Eine Route auf dem Crossover erstellen und der Route bis zum Ziel folgen.

  • Eine Route in MapSend Lite auf dem PC erstellen, auf den Crossi übertragen und der Route bis zum Ziel folgen.

  • Eine Route in Touratech QV auf dem PC erstellen, ins Magellan rte-Format exportieren, auf den Crossi übertragen und der Route bis zum Ziel folgen.

  • Einen Track mit dem Crossover aufzeichnen.

  • Mehrere Tracks aufzeichnen und im Crossover speichern.

  • Gespeicherte Tracks aufrufen und betrachten.

  • Gespeicherte Tracks aufrufen und ihnen folgen.

  • Den aufgezeichneten Track umkehren und als Backtrack zum Ausgangspunkt zurück folgen.

  • Den aufgezeichneten Track exportieren und die LOG-Datei in MapSend Lite importieren.

  • Den aufgezeichneten Track exportieren und die LOG-Datei in Touratech importieren.

  • ...

Navigationshilfsmittel

Beim Folgen einer Route oder eines Tracks kann man sich diverse Navigationshilfsmittel zunutze machen:

3D-Pistenansicht

Trip-Computer

Kompass

Fazit Freizeitnavigation

Das Crossi bekommt von mir die Note 2-3 im Bereich Freizeitnavigation.

Als größtes Ärgernis empfinde ich das Handbuch (pdf-Datei), das die Outdoorfunktionen nur rudimentär beschreibt. Das meiste musste ich mir selbst mühsam erarbeiten. Ohne Studium und Nachfragen im magellanboard.de-Forum wäre ich nicht weiter gekommen. Die fehlenden Beschreibungen waren auch der Grund, warum ich mich entschlossen habe, eigene Anleitungen für die wichtigsten Funktionen zu schreiben. Nichts davon wird im Handbuch auch nur annähernd erwähnt. Ich war kurz davor das Crossi zurück zu geben. Inzwischen bin ich aber froh, dass ich es nicht getan habe.

Des Weiteren stört mich, dass die bei den Topokarten mitgelieferte Software MapSend eigentlich gar nicht zum Crossover passt. Stattdessen muss man MapSend Lite von der Magellan-Site herunter laden. Diese funktioniert zwar, ist aber offiziell immer noch in der Beta-Phase. Dass man MapSend Lite installieren muss wird dies in den mitglieferten Unterlagen mit keinem Wort erwähnt. Auch das habe ich nur durch das magellanboard.de erfahren.

Ein weiteres Ärgernis ist der Kopierschutz der SD-Karte. Ich würde den Inhalt der mitgelieferten 512 MB SD-Karte, auf der sich die D-A-CH-Detailkarte befindet, gerne auf eine größere SD-Karte kopieren, um genügend Platz für meine topografischen Regionen-Karten zu haben. Dies ist leider aus kopierschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Die D-A-CH-Karte kann nur von der originalen SD-Karte herunter benutzt werden.

Ansonsten bin ich aber mit dem Outdoor-Crossi sehr zufrieden. Die Outdoornavigation hat zwar nicht den Leistungsumfang wie PathAway auf dem Palm, aber dafür hat es andere Vorzüge. Am angenehmsten finde ich, dass ich das Crossi, so wie es ist, nur an den Fahrradhalter anclipsen muss und sofort los fahren kann. Ich brauche ihn nicht vor Regen schützen. Das Display lässt sich im Freien besser ablesen als der Palm-Bildschirm. Besonders freue ich mich, dass ich nach wie vor Touratech QV benutzen kann, um Tracks zu analysieren oder Routen zu erstellen. Lobend erwähnenswert ist natürlich auch der Preis. Der Crossi liegt mit Topo 3D Germany-Karte unter 400 EUR. Für den Preis bekommt man normalerweise keine Fahrzeugnavigation + Outdoornavigation. Durch den mitgelieferten Saugnapfhalter und sämtlichen Varianten an Ladekabeln ist er auch sonst von der Ausstattung komplett.

So kann ich den Crossi jedenfalls wärmstens empfehlen. Klar, alles kann noch verbessert werden. Aber mit diesem Gerät hat Magellan auf jeden Fall die Messlatte hoch gesetzt.

Weitere Reviews findet ihr hier.

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Seite aktualisiert am 02.01.2009.

 
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