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Überblick
Besonderheit des Crossovers
Das Besondere beim Magellan Crossover GPS ist seine
Einsatzfähigkeit sowohl bei der Fahrzeugnavigation auf der Straße wie
auch bei der Outdoornavigation in freiem Gelände. Die Outdoornavigation,
die sich beim Crossover in die beiden Bereiche See- und Freizeitnavigation
unterteilt, stellt die Besonderheit beim Crossover GPS dar. Es ist das
erste Gerät, das Fahrzeug- und Outdoornavigation in einem Gerät vereint.

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Outdoornavigation mit dem Palm
Bisher bewerkstelligte ich die Outdoornavigation mit
Hilfe meiner Palm-Handhelds, auf denen PathAway 3 bzw. 4 für Palm OS
installiert ist. Mittels eines Bluetooth-GPS-Empfängers wird die aktuelle
GPS-Position auf dem Display des Palm angezeigt. Beim Kartenmaterial handelt es
sich meistens um die Topokarten der Landesvermessungsämter. Diese werden
von der CD/DVD am PC zunächst in die PC-GPS-Software Touratech QV 3 bzw.
4 importiert. In TTQV kann man dann einzelne Ausschnitte erstellen, diese in das
Palm PathAway-Format exportieren und auf den Palm überspielen. PathAway ist auch
in der Lage den Track aufzuzeichnen. Diesen wiederum kann man per HotSync auf
den PC übertragen und in Touratech QV einlesen, um den Track am PC-Bildschirm zu
betrachten und zu bearbeiten.
Der Nachteil dieser Kombination ist, dass man
unterwegs mehrere Geräte (mind. Palm + GPS-Maus) mit sich herum tragen und auch.
ordentlich befestigen muss. Bei beiden Geräten muss man die Akkustände im
Auge behalten. Mein TX hielt meist ca. 5-6 Stunden durch, mein Treo 680 ca. 3
Stunden. Die GPS-Mäuse halten mit 9-12 Stunden länger. Habe ich vergessen, auf
den Akkustand zu achten und der Akku ging unbemerkt zur Neige, schaltete sich
der Palm automatisch ab. Dabei ging der bis dahin aufgezeichnete Track
verloren. Leider gab es während der Aufzeichnung, zwar selten, aber doch hin
und wieder, einen Absturz mit anschließendem Softreset. Auch dabei ging der
Track verloren. Ich musste also beim Wandern und Radfahren ständig ein Auge auf
mein Equipment werfen. Das bedeutet ein gewisses Maß an Stress, den man
sich bei so einer Freizeitaktion eigentlich nicht machen möchte.
Außerdem muss man bei regnerischem Wetter die Geräte
vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen. Ich hatte deshalb in der Regel
entweder ein (sperriges) Armorcase und/oder AquaPacs für den Palm
und die GPS-Maus dabei. Dieses Zubehör schützte zwar mein Equipment einerseits,
erschwerte aber andererseits auch wieder die Bedienung. In begrenztem Maße kann
man zwar sowohl beim Armorcase als auch bei den AquaPacs mit dem Stylus von
außen durch die Plastikfolie den Bildschirm des Palm bedienen, aber besonders
komfortabel ist das nicht. Meist musste ich das Gerät dann doch aus seiner
Verpackung holen. Für die Mitwanderer und Mitfahrer war dies nie besonders
erfreulich, weil sie immer mal wieder auf mich warten mussten, bis ich mit
meinem Gefummel fertig war.

Treo 650 und Holux 236 verpackt in AquaPacs
Ein weiterer nicht sehr erfreulicher Aspekt sind die
Displays der Palms. Sie sind zwar im Indoor-Bereich äußerst brillant und
von hervorragender Qualität, aber im Outdoor-Bereich nur bedingt ablesbar.
Wenn die Sonne direkt senkrecht auf das Display scheint, kann man noch
einigermaßen was erkennen, aber bei diesigem Wetter ist der Bildschirm meist nur
dunkel bis schwarz und man kann kaum ein Detail erkennen. Ich habe mir oft
dadurch beholfen, dass ich mir eine Jacke oder ein Handtuch über den Kopf
gestülpt habe und darunter meinen Palm-Bildschirm angeschaut habe. Aber wie mag
das wohl für die Umstehenden ausgesehen haben? Man macht sich ja lächerlich.
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Schluss mit
dem ganzen Geraffel drumherum!
Der Crossi macht nun Schluss mit dem ganzen Geraffel
drumherum!
Er ist nach IPX4-Norm spritzwassergeschützt.
Magellanfreunde aus dem magellanboard.de haben ihn aber schon härteren Proben
unterzogen.
Dabei wurde festgestellt, dass er auch schon Schlagregen, Dauerregen und
Hagel bei längeren Motorradtouren und sogar ein längeres Ausharren unter der
Dusche unbeschadet überstanden hat.
Bei Fahrradtouren stecke ich das Crossi einfach
auf den Fahrradhalter und los geht's!
Zum Lieferumfang gehört eine Gummimanschette,
die die Gehäuseschlitze drumherum vor Wassereintritt schützt. Das Crossi
benötigt keine zusätzlichen Schutzverpackungen. Das ist schon mal sehr
entlastend! Manche Nutzer meinen, es müsste unbedingt IPX7 sein, aber der Crossi
beweist, dass auch
IPX4 völlig ausreichend ist.

Crossi mit Fahrradhalter am Fahrradlenker befestigt.
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Display
Das Display des Crossi ist zwar auch nicht
100%ig outdoortauglich, aber es ist auf jeden Fall deutlich besser ablesbar als
ein Palm-Bildschirm. Und man benötigt keinen Stylus, sondern kann den
Touchscreen mit den Fingern bedienen. Motorradfahrer haben es mit ihren
Handschuhen natürlich etwas schwerer. Es soll aber gehen.
Es kursieren auch schon Tipps, wie man trotz Handschuhe die Bedienbarkeit
steigern kann. So wird beispielsweise empfohlen, auf die Fingerspitze des
Handschuhs die eine Hälfte eines Druckknopfes aufzukleben. Das soll angeblich
einwandfrei funktionieren.
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Akku
Der Akku des Crossovers hält ziemlich genau
8 Stunden durch. Man kann den Akku noch dadurch schonen, dass man die
Displaybeleuchtung auf Sparmodus (22%) einstellt. Leider hat der Crossi keinen
Wechselakku. Ich nehme deswegen immer noch das relative kleine und leichte
Netzteil des Crossovers mit, denn irgendwo in der Herberge oder in einer
Gaststätte gibt es in den Breitengraden, in denen ich meine Touren durchführe
immer Strom. Der Vorteil ist, dass ich nur 1 Netzteil mitnehmen muss und nicht
mehr mehrere. Bei 1-Tages-Touren nehme ich natürlich nur das Crossi mit. Das hat
er bis jetzt immer durchgehalten. Vorher mache ich selbst schlapp.
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Topografisches Kartenmaterial
Der Hauptvorteil der Outdoornavigation sehe ich
darin, dass ich meine momentane Position auf dem Bildschirm angezeigt bekomme.
Das noch kombiniert mit einer mehr oder weniger detaillierten Landkarte lässt
mich auch erkennen, wie ich mich in unbekanntem Gelände vorwärts bewegen muss.
Das Treffen von Entscheidungen bei Abzweigungen ist damit sehr einfach.
Magellan MapSend Topo 3D Karten und
Magellan MapSend BlueNav XL3 Seekarten
Beim Crossi wird eine Europa-Basiskarte
mitgeliefert, die hauptsächlich die Hauptstraßen enthält. Zusätzlich gibt es,
vor allem für die Fahrzeugnavigation, noch wahlweise die Detailkarten für D-A-CH
und EUROPA. Diese enthalten auch kleinere Straßen und Nebenstraßen. Das
Kartenmaterial stammt von Navteq.
Im Prinzip würden die mitgelieferten Detailkarten
schon für eine Outdoornavigation ausreichen. Wer aber auch noch den kleinsten
Feldweg, das winzigste Bächlein und vor allem Fußwege sehen möchte, der sollte
sich zur Anschaffung einer MapSend Topo 3D-Karte (auf CD und/oder
SD-Karte) oder einer MapSend BlueNav Seekarte (auf SD-Karte) (siehe
taxnav.de) entschließen. Die Details sind wirklich beeindruckend. Überspitzt
könnte man sagen: "Man sieht jeden Misthaufen!". In meinem Crossi-Bundle war die
Topo 3D Germany bereits enthalten.
Hier mal ein Vergleich an zwei Beispielen,
Stadtrandgebiet (Pforzheim Westen) und freies Gelände (Derdinger Horn bei
Großvillars/Oberderdingen). Links sieht man die GPS-Position in der
D-A-CH Detailkarte und rechts die gleiche Position in der Topo 3D
Germany.
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D-.A-CH Detailkarte, Stadtrandgebiet |
Topo 3D Germany,
Stadtrandgebiet
Die blaue Linie zeigt einen kleinen Bach, der die meiste Zeit des
Jahres ausgetrocknet ist. Die dünne rote Linie zeigt einen
Fußgänger- und Fahrradweg. Die dünnen grauen Linien, die die dicke
rote Linie (Kreisstraße) überqueren, sind kleine
Fußgänger-Trampelpfade. Außerdem sind topografische Höhenlinien zu
erkennen. |
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D-.A-CH Detailkarte, freies Gelände |
Topo 3D Germany
freies Gelände
Einige der Straßen entpuppen sich als Fußgänger-/Radfahrerwege und dürfen
teilweise nicht mit dem Auto, sondern nur von
landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden. Nur die dicken
grauen Linien sind kleinere Straßen, die auch von Autos offiziell
befahren werden dürfen. |
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MapSend
zum Aufbereiten der Topo-Karten für das Crossi
Mit den Topo-Karten-CDs wird die PC-Software
MapSend mitgeliefert. Damit kann man einzelne Kartenausschnitte, sog.
Regionen, auswählen und in ein Format exportieren, die das Crossover importieren
kann. Wie das funktioniert habe ich in meiner Anleitung "MapSend: Topo 3-D
Kartenausschnitte auf Crossover übertragen" beschrieben.

Programmfenster von MapSend
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MapSend Lite für
alles Weitere
Leider ist das Exportieren der Kartenregionen im
Prinzip auch das Einzigste, wofür die Software MapSend im Zusammenspiel mit dem
Crossover etwas taugt. Die anderen Funktionen sind nur für die eXplorist-,
Meridian und SporTrak-Modelle geeignet. Um dennoch Routen, Tracks und Wegpunkte
im- und exportieren zu können, benötigt man die (kostenlose) Software MapSend
Lite, die man sich von der
Magellan-Website downloaden kann. Es handelt sich zwar noch um eine
Beta-Version (Stand 03.08.07), aber sie funktioniert einwandfrei und ohne
Probleme.
Die wichtigsten Schritte für das Handling mit Routen
und Tracks habe ich in meinen MapSend
Lite-Anleitungen beschrieben.

Programmfenster von MapSend Lite
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Touratech QV
Für mich ist das Maß aller Dinge im GPS-Bereich aber
immer noch die PC-GPS-Software Touratech QV. Ich benutze diese derzeit in
der Version 4 in der Ausgabe Standard. Was den Funktionsumfang und
die komfortable Bedienung angeht, können die Programme MapSend und MapSend Lite
natürlich nicht mithalten. Deshalb arbeite ich nach wie vor am PC immer noch am
liebsten mit TTQV. Um so mehr freue ich mich, dass das Zusammenspiel zwischen
dem Crossover und TTQV sehr gut funktioniert. Für manche Funktionen benötigt man
zwar noch MapSend Lite als Zwischenstufe, aber das meiste lässt sich direkt von
TTQV für das Crossover exportieren bzw. vom Crossover direkt in TTQV
importieren.
Die (für mich) wichtigsten Techniken habe ich in
meinen TTQV-Anleitungen beschrieben.

Programmfenster von Touratech QV 4
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Spezifikationen
Es gibt zwei Begrenzungen beim Crossover:
-
Routen, die man auf das Crossover übertragen
möchte, können aus maximal 50 Wegpunkten bestehen. Ist eine Route
länger, muss man sie in mehrere kleinere Routen unterteilen.
-
Tracks, die man importieren möchte, dürfen
maximal 2000 Wegpunkte enthalten. Auch hier ist eine Aufteilung auf
mehrere Tracks notwendig, falls diese Anzahl überschritten werden soll.
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Und was macht
man denn so mit der Outdoornavigation?
-
Die aktuelle Position per GPS auf der
Landkarte anzeigen lassen.
-
Eine Route auf dem Crossover erstellen und
der Route bis zum Ziel folgen.
-
Eine Route in MapSend Lite auf dem PC
erstellen, auf den Crossi übertragen und der Route bis zum Ziel folgen.
-
Eine Route in Touratech QV auf dem PC
erstellen, ins Magellan rte-Format exportieren, auf den Crossi
übertragen und der Route bis zum Ziel folgen.
-
Einen Track mit dem Crossover aufzeichnen.
-
Mehrere Tracks aufzeichnen und im Crossover
speichern.
-
Gespeicherte Tracks aufrufen und betrachten.
-
Gespeicherte Tracks aufrufen und ihnen
folgen.
-
Den aufgezeichneten Track umkehren und als
Backtrack zum Ausgangspunkt zurück folgen.
-
Den aufgezeichneten Track exportieren und
die LOG-Datei in MapSend Lite importieren.
-
Den aufgezeichneten Track exportieren und
die LOG-Datei in Touratech importieren.
-
...
Navigationshilfsmittel
Beim Folgen einer Route oder eines Tracks kann man sich diverse
Navigationshilfsmittel zunutze machen:
3D-Pistenansicht

Trip-Computer

Kompass

Fazit Freizeitnavigation
Das Crossi bekommt von mir
die Note 2-3 im Bereich Freizeitnavigation.
Als größtes Ärgernis empfinde
ich das Handbuch (pdf-Datei), das die Outdoorfunktionen nur
rudimentär beschreibt. Das meiste musste ich mir selbst mühsam erarbeiten.
Ohne Studium und Nachfragen im magellanboard.de-Forum wäre ich nicht weiter
gekommen. Die fehlenden Beschreibungen waren auch der Grund, warum ich mich
entschlossen habe, eigene Anleitungen für die wichtigsten Funktionen zu
schreiben. Nichts davon wird im Handbuch auch nur annähernd erwähnt. Ich war
kurz davor das Crossi zurück zu geben. Inzwischen bin ich aber froh, dass
ich es nicht getan habe.
Des Weiteren stört mich, dass
die bei den Topokarten mitgelieferte Software MapSend eigentlich gar
nicht zum Crossover passt. Stattdessen muss man MapSend Lite von der
Magellan-Site herunter laden. Diese funktioniert zwar, ist aber offiziell
immer noch in der Beta-Phase. Dass man MapSend Lite installieren muss wird
dies in den mitglieferten Unterlagen mit keinem Wort erwähnt. Auch das habe
ich nur durch das magellanboard.de erfahren.
Ein weiteres Ärgernis ist der
Kopierschutz der SD-Karte. Ich würde den Inhalt der mitgelieferten
512 MB SD-Karte, auf der sich die D-A-CH-Detailkarte befindet, gerne auf
eine größere SD-Karte kopieren, um genügend Platz für meine topografischen
Regionen-Karten zu haben. Dies ist leider aus kopierschutzrechtlichen
Gründen nicht möglich. Die D-A-CH-Karte kann nur von der originalen SD-Karte
herunter benutzt werden.
Ansonsten bin ich aber mit dem Outdoor-Crossi sehr zufrieden. Die
Outdoornavigation hat zwar nicht den Leistungsumfang wie PathAway auf dem
Palm, aber dafür hat es andere Vorzüge. Am angenehmsten finde ich, dass ich
das Crossi, so wie es ist, nur an den Fahrradhalter anclipsen muss und
sofort los fahren kann. Ich brauche ihn nicht vor Regen schützen. Das
Display lässt sich im Freien besser ablesen als der Palm-Bildschirm.
Besonders freue ich mich, dass ich nach wie vor Touratech QV benutzen kann,
um Tracks zu analysieren oder Routen zu erstellen. Lobend erwähnenswert ist
natürlich auch der Preis. Der Crossi liegt mit Topo 3D Germany-Karte
unter 400 EUR. Für den Preis bekommt man normalerweise keine
Fahrzeugnavigation + Outdoornavigation. Durch den mitgelieferten
Saugnapfhalter und sämtlichen Varianten an Ladekabeln ist er auch sonst von
der Ausstattung komplett.
So kann ich den Crossi jedenfalls wärmstens empfehlen. Klar, alles kann noch
verbessert werden. Aber mit diesem Gerät hat Magellan auf jeden Fall die
Messlatte hoch gesetzt.
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2: Fahrzeugnavigation
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